Bergwerksgeschichte - SGV-OLPE

Sauerländischer Gebirgsverein - Abteilung Olpe 1890 e.V.
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Bergwerksgeschichte

SGV-Hütte

                                     SGV - Hütte "Grube Rhonard".


Der Name erinnert an eine mehr als 500 jährige Olper Bergwerksgeschichte.

                                                      


Im Bereich der Rhonard wurde seit urdenklichen Zeiten Bergbau betrieben.
Die Rhonard gehört zu den erzreichsten Bergen Deutschlands. Man findet hier Silber, Kupfer, Kupfer-Nickel, Blei, Eisenerz und Quecksilber in Form von Zinnober.

Aus alten Berichten ist zu entnehmen, daß um 1560, an den in Privatbesitz befindlichen Rhonarder Kupfergruben, die Grafen von Nassau, zu Mörs und von Hatzfeld zu Wildenburg beteiligt waren.

1684 erwarb der Reichsfreiherr Jobst Edmund von Brabeck die Rhonarder Kupfergruben, die "Vereinigte Rhonard" genannt wurde.

An der B54 rechts in Richtung Altenkleusheim, wo heute das alte und neue Wohnhaus Holeweg steht, befanden sich mehrere Grubengebäude der "Vereinigte Rhonard". Gebäude oder Hütten zur Bevorratung des Pulvers zum Sprengen, eine Schmiede und die Waschkaue, Bad und Umkleideraum der Bergleute. Im Plattdeutschen wird dieser Flurbereich "op der Kaue" genannt.

Ca. 300 m oberhalb dieser Häuser steht unsere SGV-Hütte "Grube Rhonard". Der Name erinnert an eine mehr als 500 jährige Olper Bergwerksgeschichte.

Kurz bevor man die SGV-Hütte "Grube Rhonard", von Olpe kommend, erreicht, ist auf der rechten Seite des Weges ein Naturschutzgebiet ausgewiesen, ein Refugium für selten gewordene heimische Pflanzen und Tiere. Unser Naturschutzwart Klaus Blumenroth hat mit einigen fleißigen Helfern im vergangenen Jahr dieses Gelände durchforstet und gesäubert. Was jetzt wieder deutlich sichtbar wird, sind trichterförmige Erdeinbrüche. Hierbei handelt es sich um eingefallene Luft- und Förderschächte der Rhonarder Kupfergruben.

Eine zeitgenössige Darstellung von Agricula aus dem Jahre 1556 zeigt uns, wie ein solcher Förderschacht ausgesehen hat. Die Förderung des Erzes geschah durch Menschenkraft mittels eines Seilhaspels. Die Gesamtförderhöhe betrug bis zu 200 m. Es war üblich, den gesamten Abraum zu fördern und auf Halden zu bevorraten. Hier wurde das Erz, meist von Frauen und Kindern, von nutzlosem Gestein getrennt. So finden wir heute noch in den Randbereichen der Förderschächte Gestein, welches aus 100 m Tiefe und mehr stammt. Erz ist auf diesen Halden nicht mehr zu finden, die von Hand verlesen sind.

Josef Ludwig Tröster

 
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