Wegezeichner - SGV-OLPE

Sauerländischer Gebirgsverein - Abteilung Olpe 1890 e.V.
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Wegezeichner

Wanderwege

                                                    Wegezeichner der SGV- Abteilung Olpe

Name

Adresse

Telefon

Herbert Berg

Düringer Straße 1b
57462 Olpe

02761 / 55 77

Paul Bröcher

Stuckenfeld 11
57489 Drolshagen

02763 / 74 88

Gerhard Burghaus

Falkenweg 32
57462 Olpe

02761 / 48 57

Klaus Grete

Isfried Ohm Straße 28
57462 Olpe-Rehringhausen

02761 / 82 83 92

Wolfgang Halbe

Jenaer Straße 10
57462 Olpe

02761 / 6 27 81

Birgit Halbe

Jenaer Straße 10
57462 Olpe

02761 / 6 27 81

Alfred Schultheis

Droste-Hülshoff-Str. 18
57462 Olpe

02761 / 28 62

Peter Müller

Jenaer Str. 6
57462 Olpe

02761 / 65 186

Gerhard Thiedig

Eichendorfstr. 1
57462 Olpe

02761 / 25 51

 

 Leitfaden für die Markierung von Wanderwegen

Auszüge aus dem "Leitfaden für die Markierung von Wanderwegen" vom Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine e.V., Saarbrücken.


I. Ziel und Zweck
II. Sorgfalt der Markierung
III. Gesetzliche Grundlage
IV. Wanderwege
V. Markierungsmaterial
VI. Wegemarkierung
VII. Markierungsträger
VIII. Tafeln
IX. Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung
X. Karten

1.    Ziel und Zweck

Die Markierung von Wanderwegen hat den Zweck, sowohl den fremden, als auch dem einheimischem Wanderer die Landschaft in ihrer Eigenart und Schönheit zugänglich zu machen.

Wanderwege sollen abseits vielbefahrener Straßen verlaufen; reizvolle Landschaftsteile werden durchwandert und kulturell und naturkundlich markante Plätze werden in die Wanderstecke einbezogen. Dadurch wird der Wanderer nicht nur mit der Natur, sondern auch mit Kultur und Geschichte der durchwanderten Landschaft bekannt gemacht; auch Einkehrmöglichkeiten während einer langen Wanderung ergeben sich hier.

Orte, die ausreichend von öffentlichen Verkehrsmitteln angefahren werden, sollten an die Wanderlinie angebunden werden.

Die Markierung von Wanderwegen ist aktiver Naturschutz, denn dadurch werden genügend große Freiräume für die Pflanzen- und Tierwelt, in enger Zusammenarbeit mit den Forstbehörden und anderen Naturschützern, geschaffen. Dies gilt besonders für Landschaft- und Naturschutzgebiete.

II.    Sorgfalt bei der Markierung

Das Aushängeschild eines jeden Wandervereins ist die Markierung der Wanderwege. Wenn man in einem fremden Wandergebiet wandert, beurteilt man den zuständigen Wanderverein nach den guten oder weniger guten Markierungen.

Der jeweilige Wanderverein sollte sich nicht nur für seine durchgehenden, schon seit Jahrzehnten bestehenden Wanderlinien verantwortlich fühlen. Auch bei den Rundwanderwegen der Naturparke, der Gemeinden und der Verkehrsvereine sollte er beratend und ordnend mitwirken.

Durch die Mitarbeit der Wandervereine soll erreicht werden:

1. Reduzierung der Markierungsvielfalt.
2. Transparente Gestaltung des Markierungssystems.
3. Erleichterung der Orientierung der Wanderer.
4. Schutz des Landschaftsbildes vor möglichen Markierungsauswüchsen.

Je deutlicher und sauberer ein Wanderweg markiert ist, desto sicherer fühlt sich der Wanderer unterwegs. Man muß immer daran denken, daß nicht alle Wanderer eine Karte dabei haben, bzw. diese gut lesen können.

III.    Gesetzliche Grundlagen

Die Markierung von Wanderwegen ist in NRW im Landschaftsgesetz (§59) in einer Durchführungs-Verordnung geregelt.

Eigentümer und Nutzungsberechtigte haben die Markierung von Wanderwegen durch bestimmte Organisationen zu dulden. In aller Regel ist allein der SGV hierzu befugt.

Die Markierungszeichen sind in der VO festgelegt, sie dürfen nur aufgeklebt oder in Farbe angebracht werden. Nur in Ausnahmefällen sind Orientierungsschilder bis zu einer Größe von 30 x 40 cm erlaubt. Eine Verunstaltung von Bäumen oder baulichen Anlagen ist zu vermeiden.

Werden Wanderwege neu festgelegt oder wesentlich verändert, so hat sich der SGV mit der Landschaftsbehörde und dem Forstamt (im Wald) bzw. der Kreisstelle der Landschaftskammer (in der sonstigen freien Landschaft) ins Benehmen zu setzen.

IV.    Wanderwege

Um eine Landschaft durch Wanderwege zu erschließen, bieten sich zwei Möglichkeiten an:
1. Durchgehende Wanderwege, die von Punkt A nach Punkt B führen
2. Rundwanderwege, die von einem Wanderparkplatz oder von der Ortslage ausgehen, oder größere Gebiete umlaufen.

Zu 1. Bei den durchgehenden Wanderwegen unterscheiden wir in

a. Europäische Fernwanderwege:
Grenzüberschreitende Fernwanderwege nach der Festlegung des Präsidiums der Europäischen Wandervereinigung,

b. Internationale Wanderwege:
Mit Grenzüberschreitungen, z.B. Bodenseerundwanderweg,

c. Weitwanderwege:
Wanderwege, die mehrere Bundesländer durchlaufen, bzw. große Entfernungen überbrücken,

d. Hauptwanderwege:
Wichtige Wanderwege der betreuenden Gebietsvereine,

e. Kammwege:
Die Wege sind mit rotem Dreiecken einheitlich markiert und eignen sich in gleicher Weise für Skiwandern, Fußwandern und auch Radwandern mit dem Mountainbike.

f. Bezirkswanderwege, Gebietswanderwege:
Mit der Verbindung überörtlicher Wanderziele.

Als Stichwanderwege bezeichnet man Wanderwege, die entweder andere Wanderwege anbinden oder zu besonderen Zielpunkten hinführen.

Die Markierungen der vorgenannten Wanderwege sind in der Regel traditionell vorgegeben nach den Mustern der jeweiligen betreuenden Verbands-Wandervereine, es werden einfache symbolische Kleinzeichen verwendet.

Zu 2. Bei der Markierung von Rundwanderwegen sollten weiße, arabische Zahlen verwendet werden, bzw. bei Variationen (z.B.Farbwahl gelb) zumindest auf die arabische Zahl nicht verzichtet werden.

Es werden unterschiedliche Spiegelungen verwendet, auch wird teilweise ein Kreis um die Zahl als Rundwanderwegsymbol verwandt. Bei Ortsrundwanderwegen erleichtert der Anfangsbuchstabe des Ortes die Orientierung. Regionale Festlegungen müssen berücksichtigt werden.

V.    Markierungsmateriel

Die billigste und dauerhafteste Markierung ist die Farbe - dabei haben sich Acrylfarben gut bewährt -, denn zu viele Markierungstäfelchen landen in Partyräumen.

Für die Markierung durch Ortschaften haben sich Klebefolien aus Kunststoff bewährt. Diese werden an den glatten Flächen, z.B. Laternenpfosten, angebracht. Der Untergrund muß sauber und trocken, die Lufttemperatur möglichst nicht unter 15 Grad sein. Das Anbringen außerhalb des Handbereiches ist ratsam.

VI.    Wegemarkierung

Die Zeichen sollten nicht größer als zehn Zentimeter sein. Nur in Ausnahmefällen, wenn die Markierung weit sichtbar sein muß, sollte man größere Zeichen verwenden. Es ergibt sich aber in derartigen Fällen noch die Möglichkeit der Fern-Wegweisung durch das Symbol des Weges mit Hinweispfeil und dem Zusatz: z.B. "3.Feldweg links".

Die Markierungszeichen müssen auf Sicht angebracht werden, d.h. der Wanderer sieht das Zeichen und geht darauf zu. Im Kreuzungsbereich muß das Markierungszeichen sichtbar in den weiterführenden Weg hinein angebracht werden.

Äste, die die Sicht auf das Markierungszeichen verdecken, müssen am Stamm abgetrennt werden, damit die Sicht länger frei bleibt.

Die Markierungszeichen sollten in etwa zwei Meter Höhe (etwas über Augenhöhe) angebracht werden. Grundsätzlich gilt: "Der Wanderer muß das Zeichen sehen".

Pfeile für Richtungsangaben sind wie auf den Straßen-Vorwegweisern anzubringen, unterhalb des Markierungssymbols.

Im Verlauf des Wanderweges sollte jede Kreuzung und Abzweigung markiert sein, auch wenn der Wanderweg weiter geradeaus führt. Läuft der Wanderweg über längere Zeit auf einer Wegstrecke ohne Abzweigungen, so ist ca. alle 200 m ein sogenanntes Beruhigungszeichen anzubringen.

Bei unübersichtlichen Stellen, oder wenn ein Wanderweg von einem breiten Weg auf einen schmalen Fußpfad abbiegt, muß die Markierung besonders deutlich und auffällig angebracht werden. Dies hilt auch, wenn ein Wanderweg abzweigt von einer Wegstrecke, auf der zwei oder mehr markierte Wanderwege gleichzeitig verlaufen.

In diesem Fall sollten an jeder Markierungstelle alle Wegzeichen an einem Baum oder Pfosten zusammen angebracht werden. Fehlt an einer Stelle ein Wegzeichen, so kann beim Wanderer der Eindruck entstehen, er hätte die Abzweigung des Weges, dem er folgen will, übersehen.

Beim Anbringen der Farbzeichen ist sowohl im Ortsbereich als auch in der freien Natur darauf zu achten, daß die Markierungszeichen in beiden Richtungen gut erkennbar sind. Das erfordert bei der Markierungsarbeit häufiges Zurückblicken und die Beachtung abgehender Seitenwege. Jeden Wanderweg sollte man mit den Augen eines Fremden sehen.

Im Frühjahr, jedoch nicht vor Erwachen der Vegetation, sollten alle Wanderwege auf Vollständigkeit der Markierung überprüft werden. Witterungseinflüsse wie Sturm oder Holzeinschlag haben hier und da wahrscheinlich einige Markierungsträger verschwinden lassen!

Bei den Markierungarbeiten ist auf evtl. noch vorhandene, aus früheren Zeiten stammende und nunmehr ungültige Farbzeichen zu achten. Diese müssen unbedingt vollständig entfernt, oder durch "Ton in Ton überstreichen" gelöscht werden.

VII.    Markierungsträger

Naturdenkmäler und kulturgeschichtliche Denkmäler (Bildstöcke, Quelleneinfassungen, Grenzsteine, Verkehrszeichen u.ä.) dürfen nicht mit Wandermarkierungen versehen werden. Allenfalls darf die Rückseite der Verkehrsschilder für Aufklebemarkierungen verwendet werden.

Innerhalb von Ortschaften bieten sich an: die Pfosten von Verkehrszeichen, Ampeln, Straßenlaternen und die Straßenbäume. Bei Einfriedungen und Hausmauern ist immer erst der Eigentümer zu fragen.

Im Wald finden wir meist genügend Markierungsträger; möglichst dicke Bäume sind zu verwenden, sonst wachsen die Markierungszeichen zu schnell in die Breite.

Beim baumfreien Gelände - falls keine festen Weidezäune da sind - ist die Markierung problematisch. Wenn die Anbringung von Sichtzeichen, die aus weiter Entfernung sichtbar sind, nicht möglich ist, sollte man Pfähle mit entsprechenden Richtungszeichen aufstellen lassen (möglichst von öffentlichen Trägern wie Gemeinden und Naturparke). Dazu ist die Einwilligung der Grundeigentümer notwendig. Bei Wegen entlang landwirtschaftlich genutzter Flächen ist bei der Aufstellung von Pfählen die Überbreite landwirtschaftlicher Fahrzeuge zu bedenken. Sollten jegliche Markierungsträger fehlen, kann man bei geeignetem Wegebelag die Markierungszeichen auch auf diesem deutlich sichtbar anbringen.

Die Markierungsträger sind bestmöglich zu reinigen, ein sauberer Untergrund ist Voraussetzung für eine gute Markierung.

Rauhe Bäume sind mit Stahlbürste und Schaber zu reinigen und etwas zu glätten. Vorsicht ist bei Fichten geboten: Das lose Rindenmaterial ist sanft zu entfernen, sonst setzt sofort der Harzfluß ein.

VIII.    Tafeln

Im Verlauf eines Wanderweges sind Schrifttafeln erforderlich:

1. Am Anfangs- und Endpunkt des Weges
2. An Kreuzungs- und Berührungspunkten mit anderen markierten Wanderwegen
3. In durchwanderten Ortschaften an günstigen Punkten, bei Paßhöhen u.ä.

An den Wanderparkplätzen sind Hinweise auf markierte Wanderwege, die in der Nähe vorbeiführen, für den Autofahrer, der hier wandern möchte, eine wertvolle Information.

Schrifttafeln enthalten:

1. Den Namen des Wandervereins
2. Das Markierungs-Symbol des Wanderweges
3. Die Zielorte und die km-Angabe (bei Angabe der Wanderzeit werden im Mittelgebirge 4 km/h zugrunde gelegt)
4. Bei Angabe mehrerer Zielorte des Wanderweges wird der nächstgelegene zuerst genannt, dann sinngemäß weiter bis zum weitesten entfernten Zielort. Nicht zu viele Unterwegs-Punkte sollten angegeben werden, damit die Tafeln nicht zu groß werden.
5. Pfeile, die die einzuschlagende Richtung zeigen.

Der Standort der Wegtafel kann auf dieser samt der Höhenangabe (im Gebirge) in der Überschrift erscheinen. Das erleichtert dem Wanderer eine Orientierung im Gelände anhand der Wanderkarte.

In kleinen überschaubaren Orten steht die Orientierungstafel zweckmäßigerweise am Bahnhof wegen der Anfahrt- und Rückfahrtsmöglichkeiten für den Wanderer. Auch der auswärtige Autofahrer, der hier eine Wanderung beginnen möchte, findet hier meist einen Parkplatz.

In größeren Städten beginnen die Wanderwege meist am Stadtrand, oft mit einer Orientierungstafel für die Wandermöglichkeiten in der näheren und weiteren Umgebung. in diesem Fall ist es zweckmäßig, an markanten Punkten der Stadt - Bahnhof, Marktplatz, Kurverwaltung - einen Hinweis in Form einer kleinen Schrifttafel zum Standort der Orientierungstafel zu geben.

Bei Hinweistafeln ist es - bei entsprechender Schriftgröße - ratsam, sie (möglichst mit einer Leiter) so hoch anzubringen, daß sie nicht mehr mit dem Spazierstock o.ä. erreicht werden können.

Schrifttafeln aus Metall oder Kunststoff sollten beim Anbringen an lebenden Bäumen eine Holzunterlage bekommrn. Angenagelt oder geschraubt wird stets mit Nägeln oder Schrauben aus Aluminium. Zwischen Unterlage und Baum soll ein Zwischenraum von ca. 0,5 cm bleiben, um das Wachstum der Bäume zu berücksichtigen, nie horizontal nageln.

IX.    Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung

Da die Wanderwege oft im Wald verlaufen, ist die Kontaktaufnahme der Wegewarte mit den Forstämtern und den zuständigen Revierbeamten wohl selbstverständlich. Die Förster stellen in der Regel Pfosten für das Anbringen von Markierungen bereit, und Helfen bei der Instandsetzung von Wanderwegen, die durch Witterungseinflüsse unbegehbar wurden.

Wenn der Wegewart beim Forstamt bekannt ist, kann er auch schneller benachrichtigt werden, wenn Wanderwege wegen Forstarbeiten vorübergehend gesperrt und umgeleitet werden müssen, ebenso wenn Markierungen dabei abhanden gekommen sind.

Ein bestehender Wanderwegeverlauf soll nur aus triftigem Grund geändert werden. Wenn es aus zwingenden Gründen dennoch notwendig werden sollte, ist eine vorherige Absprache über die neue Wegführung mit den zuständigen Forstdienststellen unerläßlich.

X.    Karten

Auch wenn die Wegewarte mehrmals im Jahr die von Ihnen betreuten Wanderwege kontrollieren, kann es vorkommen, daß an einer wichtigen Abzweigung die Markierung fehlt. Dann ist eine aktuelle und genaue Wanderkarte für den Wanderer eine große Orientierungshilfe.

Topographische Wanderkarten im Maßstabb 1:50000 (2 cm = 1 km) sind die Grundlage für eine detailgenaue Wiedergabe des Wandergebietes. Für Umgebungskarten von Ortschaften wird auch oft der Maßstab 1:25000 (4 cm = 1 km) gewählt.

Um eine Wanderkarte stets auf dem aktuellen Stand zu halten, ist eine Zusammenarbeit des Gebietswandervereins mit dem Kartenhersteller insbesondere mit dem Landesvermessungsamt unerläßlich. Zweckmäß ist die Einrichtung einer vereinseigenen Kartenstelle.


 
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